Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.23668/psycharchives.614
Title: The social context of research practice and the priority of history
Authors: Danziger, K.
Issue Date: 1993
Publisher: ZPID (Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation)
ZPID (Leibniz Institute for Psychology Information)
Abstract: Im Rahmen von Überlegungen zum Stellenwert der Geschichte in der Psychologie wird zunächst darauf hingewiesen, dass der zur Zeit der Dominanz des Positivismus herrschende Glaube an die übergeschichtliche Gültigkeit der naturwissenschaftlichen Methodologie und ihrer Produkte durch neuere Arbeiten auf den Gebieten der Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte ins Wanken gebracht wurde. Die moderne Wissenschaftslehre geht davon aus, dass jede real existierende Wissenschaft von den historischen Bedingungen ihrer Existenz in ihrem Wesen geprägt ist. Folglich müssen die Objekte wissenschaftlicher Forschung - selbst die auf theoretischem Vorverständnis beruhenden und von methodologischen Konstruktionen mitbestimmten empirischen Daten - nicht als rein natürliche, sondern als historische Tatsachen angesehen werden. Das geschichtliche Verständnis einer Disziplin wie der Psychologie ist daher keine bloße Zutat, sondern betrifft das Wesentliche.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12034/89
http://dx.doi.org/10.23668/psycharchives.614
Appears in Collections:Psychologie und Geschichte

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