Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.23668/psycharchives.561
Title: Die Krankheit der schönen Seele
Authors: Ebrecht, Angelika
Issue Date: 1992
Publisher: ZPID (Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation)
ZPID (Leibniz Institute for Psychology Information)
Abstract: Es wird erörtert, wie sich im späten 18. Jahrhundert am Begriff der schönen Seele aus moralphilosophischen und ästhetischen Theorien ein psychologischer Diskurs über die Weiblichkeit entwickelte, der den Frauen eine allgemeine und gleiche psychische Konstitution unterstellte. Vorstellungen von der schönen Seele fungierten als Medium, mit dessen Hilfe Frauen in die bürgerliche Gesellschaft psychisch eingebunden und zugleich sozial ausgegrenzt wurden. Dieses unerreichbare Idealbild fesselte nicht nur die Triebwünsche von Frauen, sondern auch die der Männer. Deshalb kann die schöne Seele als theoretisches wie psychosoziales Symptom gelten, in dem sich ein wenig tragfähiger Kompromiss der Konflikte zwischen psychischer Natur und Kultur symbolisierte. Dieser Symptomcharakter verschärfte sich in der zunehmenden Dämonisierung der weiblichen Psyche zur kranken Seele.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12034/74
http://dx.doi.org/10.23668/psycharchives.561
Appears in Collections:Psychologie und Geschichte

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