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Title: Seelenschönheit als Weiblichkeitsideal. Versuch, ein Mißverständnis aufzuklären
Authors: Konersmann, Ralf
Issue Date: 1993
Publisher: ZPID (Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation)
ZPID (Leibniz Institute for Psychology Information)
Abstract: Einer geläufigen These zufolge steht der Begriff der "schönen Seele" im Mittelpunkt des aufklärerischen Weiblichkeitsdiskurses. Seine Funktion war es demnach, die Ungleichheit der Geschlechter zu legitimieren und die Partizipation der Frauen zu vereiteln. Bedeutungsgeschichtlich ist dieser Schluss jedoch nicht zu halten. Nach langer und wechselvoller Entwicklung wird der Begriff selbst im 18. Jahrhundert noch als geschlechtsindifferenter Habitus aufgefasst. Ausschlaggebend ist hier die Begriffsverwendung J. J. Rousseaus. Rousseau gestaltete Seelenschönheit zu einem Topos der Kulturkritik, zum Inbegriff des Antimodernismus auf dem Boden der Moderne. Als historisches Angebot weiblicher Selbstdarstellung bleibt dieser zweideutige Begriff noch zu entdecken.
URI: https://hdl.handle.net/20.500.12034/102
http://dx.doi.org/10.23668/psycharchives.676
Appears in Collections:Psychologie und Geschichte

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